Der dritte und letzte Wahrnehmungsfilter in der Kommunikation ist die Verzerrung. Dieser Filter tritt auf, wenn Informationen absichtlich oder unbewusst verändert werden, um die Realität so darzustellen, wie wir sie gerne hätten – und nicht so, wie sie tatsächlich ist.
Ein praktisches Beispiel:
Stell dir vor, du arbeitest in einem Unternehmen, in dem Harmonie besonders hoch geschätzt wird.
Eine Führungskraft in diesem Umfeld könnte unbewusst dazu neigen, negative Entwicklungen zu beschönigen oder komplett zu ignorieren.
Die Mitarbeiter wiederum passen sich dieser Harmoniebedürftigkeit an und beginnen, schlechte Nachrichten zurückzuhalten.
Die Folge?
Es entsteht eine Kultur des „alles läuft gut“, selbst wenn sich ernsthafte Probleme anbahnen.
Beispiele: 🧐 Schlechte Nachrichten, wie sinkende Gewinne oder finanzielle Risiken, werden verschwiegen oder so stark abgeschwächt, dass die wahre Dringlichkeit nicht erkannt wird.
💡 Dadurch könnte eine Insolvenz drohen – eine Krise, die durch ehrliche Kommunikation vielleicht hätte verhindert werden können.
Was können wir daraus lernen?
➡ Offenheit, Transparenz und der Mut, unangenehme Wahrheiten anzusprechen, sind entscheidend für langfristigen Erfolg – sowohl in Unternehmen als auch in der persönlichen Entwicklung.
➡ Achtsamkeit im Umgang mit Informationen:
• Wie nehmen wir Informationen auf?
• Wie verarbeiten und geben wir sie weiter?
➡ Verzerrung zu vermeiden, bedeutet, den Mut zu haben, Dinge so zu sehen, wie sie sind – und nicht, wie wir sie gerne hätten.
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